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Altstadt Hattingen

Hattingen, Am SteinhagenDie ehemalige Hansestadt besitzt mit ihrem mittelalterlichen Stadtkern eine der schönsten historischen Altstädte Deutschlands.

Die Altstadt beherrbergt 143 restaurierte Fachwerkhäuser und Baudenkmäler. Mit dem als Ensemble erhaltenen Kirchplatz bietet die Altstadt ein unverwechselbares und einmaliges Ambiente.

Der Grundriss der Stadt erhielt seine heutige Form bereits zwischen 1550-1600, erkennbar an der ringförmigen Bebauung um den Kirchplatz und den auf die Kirche zulaufenden Straßen. Der Kirchplatz war bis 1813 als Kirchhof auch Begräbnisstätte, wovon noch erhaltene Grabplatten zeugen.

Ein Kuriosum verbindet sich mit den Häusern, die den Kirchplatz umgeben: Die Erbpacht für ihren Baugrund wurde in der früheren Zeit nicht in Geld, sondern in Bienenwachs an die Kirche gezahlt. Noch heute werden diese Häuser daher "Wachszinshäuser" genannt.

Hattingen, Bügeleisenhaus1554 trat Hattingen der Hanse bei. In dieser Zeit entstanden die meisten Häuser im Stil der Renaissance. Die geschnitzten Eichenbalken der Fachwerkhäuser waren Ausdruck des bürgerlichen Wohlstandes.

Bei einem Spaziergang durch die Altstadt lässt sich heute (Bau-) Geschichte lebendig erleben. Einige herausragende Beispiele: Das heute vorhandene Offerhus ist ein Fachwerkgebäude aus dem Jahre 1504 und damit eines der ältesten Häuser in Hattingen. Seit frühester Zeit wurden hier das sogenannte Zehntel des Ertrages der Bauern an die Kirche gesammelt.

Das im Jahre 1611 erbaute, auffallendste Fachwerkhaus Hattingens ist das Bügeleisenhaus. Heute findet man darin ein kleines Museum mit Ausgrabungsfunden der Isenburg sowie die letzte Wohnstätte des Heimatdichters Otto Wohlgemuth. Noch erhalten ist hier der Hausbrunnen in seiner vollen Tiefe. Die Traufenseite ist mit Schwellen und Konsolen reich verziert.

Hattingen, EmschestraßeNoch jünger ist das Haus Steinhagen 6-8, es wurde 1729 erbaut. Der Besitzer war ein sogenannter "Ackerbürger" – gleichzeitig Bauer mit den Ländereien außerhalb der Stadtmauern, aber auch Stadtbürger, denn sein Hof befand sich innerhalb der Mauern.

Dieses Haus wurde 1968-70 komplett restauriert, heute beherrbergt es ein Hotel mit Restaurant. Das alte Fachwerk im Inneren ist erhalten worden und im Gaststättenbereich sichtbar.

Die Häuser in der Emschestraße stehen dicht nebeneinander, so dass die Durchgänge auch heute noch so eng und schattig sind wie im Mittelalter. Die Häuser sind Teil des ursprünglichen Stadtkerns. Ihre Fenster sind klein und oft erst hoch über der Straße angelegt. Ein Teil der Emschestrße war früher eine morastige Mulde und wurde "das Kühlken" genannt. Die Bewohner hielten in den unteren Räumen Nutzvieh und wohnten selbst erst im Geschoss darüber.