Kontakt & Infos

Café-Restaurant Klosterhof
Am Markt 2
48477 Hörstel-Bevergern
Tel: +49 5459 9727047
E-Mail
Öffnungszeiten:
täglich ab 14 Uhr, sonn- & feiertags ab 10 Uhr
Dienstags Ruhetag


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Klosterhof in Hörstel/Bevergern

Café Klosterhof HörstelAm alten Marktplatz mitten im Titularstädtchen Bevergern liegt der Klosterhof, ein Fachwerkgebäude von 1669.

Das Gebäude wurde durch die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges als Zufluchtort von der Äbtissin des Zisterzienserinnen Kloster Gravenhorst, Eta von Westerholt, errichtet. Das großzügige Haus steht im Gegensatz zu den typischen kleinen Ackerbürgerhäusern des Ortes, die ursprünglich alle im schwarz weißen Eichenfachwerkstil erbaut wurden. Im Zentrum des zweimal überkragenden Giebels befindet sich die große eichene Dielentür.

Zeichnung Klosterhof um 1880Das gesamte Fachwerkgebäude steht auf einem Vorgängerhaus, dass bei einem Brand 1658 vernichtet wurde. Nach der gelungenen Restaurierung des Hauses Anfang der 1990er Jahre ging der Klosterhof in eine Stiftung über, die das Haus als Café verpachtet hat. Daher ist das Haus während der Öffnungszeiten des Cafés im Erdgeschoss, im Kreuzgratgewölbekeller und im ehemaligen Refektorium (Upkammer) zu besichtigen.

In der über 300jährigen Geschichte des Hauses fällt die Fälschung einer sogenannten Lutherbibel des ausgehenden 19. Jahrhunderts besonders aus dem Rahmen, sicher auch ein Grund, dass der Westfälische Dichter Josef Winkler diese Geschichte 1952 in seinen Werken literarisch verarbeitete.

Der Klosterhof wurde im 19. und 20. Jahrhundert als Gastwirtschaft und Hotel genutzt. Ende des 19. Jahrhunderts fälschte der Wirt des Hauses mit einem Bekannten aus der Nachbarstadt Rheine ein religiöses Erbauungsbüchlein. Der Einbanddeckel war aus Silber und Elfenbein mit der Zahl 1522. Auch war der Namenszug Martin Luthers eingraviert.

Klosterhof, rechts gotische Pfarrkirche BevergernDamit das Büchlein, das als Lutherbibel in die Literatur eingegangen ist, die Patina des 16. Jahrhunderts erhielt, wurde es ein halbes Jahr unter dem Holzsitz des Plumpsklos gelagert.

Nach einem Gelehrtenstreit in der Residenzstadt Münster kam die Fälschung nur durch die unbedachte Bemerkung eines Graveurlehrling, der daran mitgearbeitet hatte, heraus. Der Wirt, der Graveur und der Bekannte aus Rheine erhielten für die Fälschung zum Teil längere Haftstrafen.

In unmittelbarer Nähe des Cafés befinden sich einige alte Ackerbürgerhäuser, das Museum (Heimathaus Bevergern) und die gotische Pfarrkirche. Auf dem nahen Burgplatz besteht die Möglichkeit zu parken.