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Weinhandlung "Cum Vino", Familie Bornemann
Teichstraße 12
52396 Heimbach
Tel.: +49 2446 805739
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Umbau eines Fachwerkhauses

Das umgebaute Fachwerkhaus im UmfeldDer Umbau eines maroden alten Fachwerkhauses in ein Restaurant mit Weinstube schuf einen "Hingucker", der aus dem umgebenden Fachwerk-Ensemble heraussticht - und deshalb 2008 den Regionalen Holzbaupreis Eifel in der Kategorie Umbau/Erweiterung gewann.

Vor dem Umbau war vom ursprünglichen Charme des alten Fachwerkhauses nichts mehr übrig geblieben: Dem alten Fachwerkhaus waren in den 60er Jahren große Schaufenster sowie Stahlträger eingezogen worden. Durch Kriegsfolgen war das Fachwerk teilweise verzogen und auch der Dachstuhl war nicht mehr original erhalten, das Obergeschoss stand seit längerem leer.

Fachwerkhaus: Vor dem Umbau2007 musste das nebenstehende Fachwerkgebäude wegen Feuchteschäden abgerissen werden - damit ergab sich städtebaulich eine ganz neue Situation für das Weinlokal, das gegenüber dem Treppenaufgang zur Heimbacher Wallfahrtskirche liegt.

So konnte das freigewordene Gelände dem bestehende Gebäude zugeordnet werden, das durch das Freihalten des Platzes nun auch eine sichtbare Giebelfront erhielt. Die Inhaber entschlossen sich daher, das Haus grundlegend zu sanieren.

Trotz kleinem Budgets war das Ziel der Umbaumaßnahmen, dem Gebäude ein eigenständiges und zeitgemäßes Gesicht zu schenken, mit dem es sich harmonisch in die bestehenden Altstadtsituation und städtebaulichen Lage eingliedert, gleichzeitig aber auch einen markanten 'Hingucker' setzt.

Umgebautes Fachwerkhaus: Das alte FachwerkDie Gastronomie im Erdgeschoss sollte um einige zusätzliche Wirtschaftsräume im Obergeschoss erweitert werden und im zugewonnenen Freiraum eine Außenbewirtung erhalten.

Diese anspruchsvollen Ziele wurde durch eine komplette Neu-Gestaltung der Außenhülle erreicht. Zwar machten die Kriegsschäden am Gebäude eine aufwendige Unterkonstruktion in der Dämmebene notwendig - die konnte wegen der hervorragenden Eigenschaften des Werkstoffes Holz aber problemlos angepasst werden.

Auf die Dämmkonstruktion wurde eine leichte Holzaußenschalung aus Kiefernprofilen (amerikanische Küstenkiefer, Rhombusform, 64 x 18,5 mm) aufgebracht, so dass das Haus nach außen hin nun wieder gerade und erscheint.

Umgebautes Fachwerkhaus: FassadendetailDas Dach wurde mit glatten, dunklen Ziegeln eingedeckt und die Traufe dabei mit einer innenliegenden Rinne ausgebildet, um die kubische Form der neuen Außengestalt zu verstärken.

Das "Auge" des Gebäudes auf der Giebelseite im Dachgeschoss wurde durch eine auf das Fenster aufgeschraubte, farbig lackierte Alu-Zarge definiert.

Der neue Zugang zur Gastronomie wurde bewusst von der Straße auf die Platzseite verlegt und mit dunkelroter Farbe akzentuiert. Damit hebt sich der Eingang auch von der grau lasierten halbtransparenten Holzwand aus kesseldruck-imprägniertem Kiefernholz ab, das die unansehnliche Rückseite des Hinterhof-Anbaus verdeckt.

Fachwerkhaus: Nach dem UmbauDie Freifläche für die Außengastronomie wird zur Straßenseite hin durch Zierapfelbäme und eine Hecke abgegrenzt und erhält hierdurch einen gewissen "Hof-Charakter". Dabei steht das Raster der Bodenplatten in einer achsialen Beziehung zu den drei neuen Fenstern im Erdgeschoss des Hauses.

Eine Begrünung mit Kletterhortensien sowie Buchshecken und -kugeln schenkt dem Platz Wohnlichkeit und bildet Kontraste zur strengen Geometrie der Schalungshölzer. Heimbach erhielt mit diesem Freiraum gegenüber der Wallfahrtskirche nach den Worten des Bürgermeisters einen "Platz am rechten Fleck", der auch einen eigenen Namen bekam: "Marienhof".