Schulkapelle in Bad Münstereifel
Die neue Kapelle nimmt den sanften Schwung der Erft auf und schreibt ihn dem Bau in Lärchenholz ein. Auf diese Weise ist die Schulkapelle des erzbischöflichen St. Angela Gymnasiums in Bad Münstereifel dem Ort verbunden. Der Jury des Regionalen Holzbaupreises Eifel war dieses Konzept eine lobende Erwänung wert.
Dies ist nicht nur topografisch gemeint: Die tragende Stahlkonstruktion des Gebäudes am Eingang zum Schulkomplex ruht auf einem Betonsockel, der beidseitig mit einem Mauerwerk aus heimischem Naturstein, der Grauwacke, bekleidet ist.
Der Kapellenbezirk gliedert sich in zwei Teile, die durch das geschwungene Stahlband zusammen gehalten werden: Einen offenen Eingangs- und Vorbereitungsraum, das "Paradies", und den eigentlichen Kapellenraum. Ihn umhüllt die Wand aus Lärchenholz fast vollständig.
Eine raumhohe Verglasung zum "Paradies" hin und ein umlaufendes Oberlichtband im leicht ansteigenden Dach erzeugen in seinem Inneren eine ausgeglichene natürliche Belichtung.

Bauherr und Architekturbüro Ernst aus Zülpich entschieden sich für die Kon- struktion aus unbehandelten, naturbelassenen Lärchenholz- Lamellen. Sie bieten einen hohen Wärme- schutz und schaffen eine angenehm bergende Atmosphäre.
Außen ist das Holz Wind und Wetter und dem natürlichen Alterungs- prozess ausgesetzt und bedarf keiner Pflege. Es wird mit der Zeit einfach "vergrauen", so dass die Kapelle auf ihrem Steinsockel im Sonnenlicht von weitem silbrig erscheinen wird.
Übrigens: Eine Heizungsanlage oder auch nur störende Heizkörper sucht man in der Kapelle vergeblich: Eine an die Schulheizung angeschlossene Fußbodenheizung erzeugt das angenehme Raumklima.

