Kontakt & Infos

Romantik Hotel Le Val d'Amblève
Famille Ruud & Marion Roxs
Route de Malmedy, 7
B-4970 Stavelot
Tel.: +32 80 28 14 40
Fax: +32 80 28 14 59
Website, E-Mail


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Hotel Le Val d'Amblève in Stavelot

Komplettansicht des HotelbausAusgehend von einem Bestandsbau als Kern entstand hier ein einmalig schönes 5-Sterne-Hotel. Holz spielt dabei nicht nur die Haupt-, sondern zusätzlich auch die meisten "Nebenrollen"

Das Hotel Le Val d'Amblève im belgischen Stavelot in den Lütticher Ardennen bestand aus einem massiven Gebäude in idyllischer Lage. Eine Erweiterung sollte neben den im massiven Hauptgebäude untergebrachten Räumen weitere 14 luxuriöse Zimmer erbringen. Die Basis für die Erweiterung stellte ein altes Nebengebäude dar, dass im parkähnlichen Garten unter einem altem Baumbestand gelegen war.

LageplanDie Aufgabe der Architekten bestand daher nicht nur darin, den Kern des massiven Nebengebäudes zu erhalten, sondern die Erweiterung auch so zu planen, dass der Baumbestand erhalten blieb.

Die Lösung wurde in Form eines Holzrahmenbaus gefunden, der auf den massiven Bestandsbau auf- und angesetzt wurde. Dabei kam erschwerend hinzu, dass die Bauphase sehr kurz gehalten war, und Massivbau und Holzrahmenbau somit gleichzeitig errichtet werden mussten.

So blieb kaum Zeit für die Vorplanung. Darum wurden die Aufmaße, die Produktionsplanungen sowie die Montagen schließlich Zug um Zug vollzogen, wofür die Gewerke für den Massivbau einerseits und für den Holzbau andererseits in sehr enger Abstimmung arbeiteten. Einige Details der Holzbaulösung wurden sogar erst während der Massivbauausführung direkt vor Ort entwickelt!

Dabei galt es neben der statischen Herausforderungen sowie der konstruktiven Lösung, um den Holzbau nahtlos an den Massivbau-Kern anzuschließen, zusätzlich auch noch die speziellen Anforderungen eines Hotelbaus zu beachten, beispielsweise hinsichtlich des Schallschutzes.

Das Ergebnis dieser perfekt geplanten und abgestimmten Vorgehensweise kann sich sehen lassen: Unter den alten Bäumen ist ein klar strukturiertes, sehr elegantes neues Gebäude entstanden. Die L-förmige Grundform nutzt den Freiraum zwischen den Bäumen perfekt aus, es wird eine eine einladende Hofsituation erzeugt und die geschaffenen Räume — 14 luxuriöse Hotelzimmer von jeweils ca.30 m², jedes ausgestattet mit einem großzügigen Bad — verfügen über wunderbare Aussichten in den Park.

FassadenverkleidungSeitenansicht

Vor dem EingangsbereichWeitere Seitenansicht

Zur Straße hin zeigt sich das Gebäude lediglich mit der Schmalseite seines süd-nordorientierten Gebäudesschenkels und der Einfahrt zur Tiefgarage. Hier stützt eine abgestufte Bruchsteinmauer aus wuchtigen Findlingen den Hang des Parks ab und fungiert gleichzeitig als Sichtschutz auf den weiter hinten liegenden Querbau. Mit Stein ist auch die Fassaden der Garageneinfahrt verkleidet, hierfür wurden glatte, großformatige Blausteinplatten gewählt.

Fassaden-DetailGanz anders präsentiert sich der Hotelbau, wenn man sich ihm zu Fuß nähert: Vom alten Hotel aus werden die Besucher über einen bewusst schlicht gehaltenen geraden Weg entlang des Kräutergartens des Küchenchefs geführt und gelangen schließlich unter den pittoresken Park-Bäumen durch ein angedeutetes Eingangsspalier aus Zedernprofilen in den Neubau.

Die strenge Geometrie der Gebäudeform wird durch die Fassadenverkleidung einerseits unterstützt, andererseits jedoch auch gemildert: Die vertikale Zedernholzschalung unterstreicht die Form, verleiht der Fassade dabei aber auch Lebendigkeit und strahlt eine elegante Wärme aus. Mit der Zeit wird das Holz eine silbrig-graue Farbe annehmen, was die elegante Anmutung noch unterstreichen wird.

Als Gegenpol zur geradlinigen Geometrie sind auf der Rückseite des Hauses die Fenster aymmetrisch angeordnet. Dadurch brechen sie die Strenge der kubistischen Grundform optisch auf.

Innenansicht: FlurInnenansicht: SuiteLiege in einer SuiteInnenansicht: Bad

Auf der Hofseite des Hotels dagegen befinden sich filigran wirkende vorgehängte Stahlbalkonen, die zusätzlich Struktur in die Fassade bringen. Dabei wirken die Balkone aber nicht zu auffällig, denn in die Fassade integrierte Schiebeläden vor den Balkonen und Fenstern der Hotelzimmer fügen sich nahtlos ein und sorgen darüber hinaus für Diskretion.

Innenansicht: FlurInnenansicht: Schlafzimmer

Von der das gesamte Gebäude umgebenden Holzverschalung ausgenommen wurde lediglich das Obergeschoss, das komplett verglast wurde: Hier befindet sich ein Wellnessbereich mit Sauna und einer großen, geschützten Dachterrasse, von der der Blick frei auf die die gegenüberliegenden Hänge schweifen kann.

Innenansicht: BadInnenansicht: Schlafzimmer

So geradlinig-elegant wie sich die Hotelerweiterung im Äußeren zeigt, so luxuriös und stilvoll zeigt sie sich im Inneren: Auch hier spielt Holz eine zentrale Rolle, beispielsweise bei den Böden, in Form von Kirschholz-Einrichtungen oder auch bei den eigens für das Hotel entworfenen Möbeln.

Innenansicht: BadInnenansicht: Schlafzimmer

In der Summe ist hier ein beispielhaftes Gebäude entstanden, dass auch die Jury des Holzbaupreis Eifel 2012 überzeugte. Es erhielt den Anerkennungspreis mit folgender Würdigung:

"Ein bestehendes, in einem rechten Winkel errichtetes Hotelnebengebäude wurde an den Flügelenden zweigeschossig ergänzt. Diese Anbauten sind als Holzrahmenbau an die bestehende Bausubstanz angeschlossen. Im Zuge der Erweiterung wurde der Gesamtbau­körper mit einer neuen Holzfassade versehen. Der klare Grundrisse findet Entsprechung in der gut gegliederten Fassadenstruktur mit einer Außenbekleidung aus Zedernholz. Das Gebäude ist in das parkförmige Grundstück hervorragend integriert. An diesem Beispiel wird deutlich, wie der Bau­stoff Holz auch im Bereich des Tourismus hervorragende Möglichkeiten bietet, bestehende Gebäude zu ergänzen und zu neuer, eigenständiger Gesamtqualität zu führen."

Rückseitige Fassade

Rückseitige Fassade

Rückseite bei Nacht

Rückseite bei Nacht

Suite mit Kaminofen

Salon/Lounge