Kontakt & Infos

Familie Hermes/Caesar & Linneweber
Ahrstraße 21
D-53533 Dorsel


Tourenzettel

Sie haben keine Standorte auf Ihrem Tourenplan (Tourenplan ansehen).

Was ist das?


Nächste Standorte


 

 

 

 

 

 

 

Altes Gehöft als Wochenendhaus für ein "Familienkollektiv"

Ansicht nach der SanierungIm Wandel der Zeit unterliegen alte Häuser vielfältigem Wandel. Gleiches gilt für Familien. Hier legte die Sanierung eines alten Gehöfts nicht nur die alten Werte des regionaltypischen Winkelhofes frei, sondern schuf damit auch einen Raum für ein "Familienkollektiv".

Der alte Hof mit Wohnhaus und Scheune in der Nähe von Ahrweiler war in den 1970er Jahren von einer Familie als Wochenendhaus gekauft und zuletzt immer seltener genutzt worden. Winkelhöfe waren ursprünglich prägend für den kleinen Ort, mittlerweile hatte die Zeit jedoch den Charakter der Siedlung verändert. Das zunehmende Verschwinden der Landwirtschaft sowie An- und Umbauten hatten vielen Gebäuden im Ort ihren ursprünglichen Charme genommen.

Treppe mit altem SteinofenUnd natürlich hatte es auch in der Familie über die Jahrzehnte Veränderungen gegeben, die Kinder waren erwachsen geworden und hatten eigene Familien gegründet. Waren es ursprünglich nur fünf Personen, die im alten Wohnhaus ihre Wochenenden verbrachten, so zählte der Kreis der familiären Nutzer mittlerweile elf Personen. Die Wohnsituation reichte mittlerweile schlicht nicht mehr aus, um in dem alten Haus noch Erholung zu finden.

Vor die Entscheidung gestellt, den Hof aufzugeben oder umzubauen, entstand die Idee, das alte Gehöft zu einem zusammenhängenden Gebäudeensemble umzubauen, das der ganzen Familiengemeinschaft ausreichend Raum und moderne Wohnqualität bietet, um hier zusammenzukommen und sich zu erholen.

Im ersten Schritt musste darum zunächt einmal mehr Raum gewonnen werden. Hier kam die große, bisher nur als Abstellraum genutzte Scheune gerade recht, und es wurde beschossen, diese als zusätzlichen Wohnraum zu integrieren.

Zugang zum GemeinschaftsbereichVom Architekten angeregt, sollte dem Gehöft zudem seine ursprüngliche Struktur zurückgegeben werden. Dafür wurden die Dachüberstände gekürzt und die alte Form der Gebäude wiederhergestellt. Der schäbig gewordene Putz des Wohnhauses wurde entfernt, so dass die Fassade das traditonelle Baumaterial der Region — Grauwacke — offenlegt.

Im Kontrast hierzu wurde die nebenstehende Scheune komplett mit Holz verkleidet. Als verbindendes Element wurden die Fensterrahmen beider Häuser sowie die alte Haustür im gleichen dunklen Grauton gestrichen.

Das Wechselspiel zwischen Holzfassade und dem rohen Stein des Haupthauses ist sehr harmonisch, denn Grauwacke hat eine lebendige und warme Farbgebung. Und auch wenn die Holzverkleidung mit der Zeit eine silbrig-graue Färbung angenommen haben wird, werden die Fassaden bestens zusammenwirken und dem Gebäudekomplex einen einladenden und warmen Akzent verleihen.

Blick von obenDie reizvolle Stilsetzung mittels der Grauwacke wird auch in den Wohnräumen eingesetzt, so beispielsweise bei dem im Haupthaus unter dem Dach liegenden Schlafraum. Und im großen Küchen-, Ess- und Wohnbereich in der ehemaligen Scheune setzt eine offene Steinwand hinter der Sitzecke ebenfalls einen besonderen Akzent.

Dieser gemeinschaftlich genutzte Bereich im Erdgeschoss der Scheune zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er den Bewohnern viel Licht und Luft bietet. Große Glastüren an der Stelle des alten Scheunentores erlauben die Öffnung des Essbereiches zum straßenseitig gelegenen Hof, der Küchenbereich öffnet sich diagonal gegenüber zum Garten hinter der Scheune. Große Aussparungen in der Decke vergrößern den Luftraum des Untergeschosses über dem Essbereich sowie über dem Eingang bis in das Obergeschoss.

SchlafzimmerHier im oberen Stockwerk wurden weitere drei Schlafzimmer sowie ein Bad untergebracht, sie sind mit dem unten liegenden Gemeinschaftsraum über eine Treppe verbunden.

Auch zwischen dem Althaus und der Scheune wurde hier im Obergeschoss ein Durchgang geschaffen, um einen direkten Wechsel zwischen den Wohnbereichen zu ermöglichen.

Insgesamt verfügen beide Gebäude zusammen nun über vier Schlaf- plus ein Wohn-/Schlafzimmer, drei Bäder sowie den großen Gemeinschaftsraum mit Küche. Hier können alle Familienmitglieder am Esstisch zusammenkommen, der dafür so dimensioniert wurde, dass wirklich alle elf Personen des "Familienkollektivs" an ihm Platz finden.

Tatsächlich ist es aber nicht nur die große und mehrere Generationen überspannende Familie, die von der Sanierung und dem Umbau des alten Winkelhofes profitiert. Auch der kleine Eifelort hat mit dem "neuen" alten Hof einen Teil seines Gesichtes zurückerhalten.

Straßenansicht vor der SanierungStraßenansicht nach der Sanierung

Blick vom Garten aus

Gemeinschaftsraum mit Treppe

Wohnecke

Fotos: Rainer Mader Fotografie©/denzer&poensgen